Polizeihund
Hundeausbildung bei der Polizei
Hunde werden nicht nur besonders gerne als Haustiere gehalten, sondern
aufgrund ihrer Intelligenz und Lernfreudigkeit werden sie schon sehr lange im
Dienste der Polizei eingesetzt. Sie sind dort in verschiedenen Bereichen tätig
und werden für die unterschiedlichen Bereiche ausgebildet. Sie können dort als
Schutzhund, Geldmittelspürhund, Spürhund, Personensuchhund, Drogenspürhund,
Leichenspürhund, Sprengstoffspürhund oder Brandmittelspürhund ihre Arbeit
ausüben.
Der Polizeihund ist ein formelles Hilfsmittel der körperlichen Gewalt. In
Deutschland sind die Hunderassen Rottweiler, Belgischer Schäferhund, Airedale-
Terrier, Riesenschnauzer, Bouvier des Flandres, Hovawart, Dobermann, der
Deutsche Boxer, der Deutsche Schäferhund, und Hollandse Herdershond als
Polizeihunde zugelassen. Aufgrund der besonders guten Nasenleistung, der
Unterordnungsfreudigkeit und des Schutztriebes werden gerade diese Rassen durch
eine gezielte Züchtung für den Polizeidienst eingesetzt.
Die Grundausbildung eines solchen Hundes dauert in der Regel 70 Tage. In dieser
Trainingszeit werden dem Hund gezieltes Aufspüren, Festhalten und Verfolgen eines
Täters und Übungen zum Gehorsam beigebracht. Weiter lernt der Hund, in diesem
Training den Hundeführer zu beschützen. Sobald die Grundausbildung absolviert
wurde, wird der Hund einmal im Jahr nach Prüfungsvorschrift geprüft. Wenn der
Hundeführer mit seinem Hund eine Note erreicht hat, die mindestens ausreichend
ist, wird der Hund in den öffentlichen Dienst aufgenommen. Das Arbeitsgebiet eines
solchen Hundes ist sehr vielfältig. Er stellt Täter, sucht vermisste Menschen, findet
das, wonach gesucht wird und beschützt seinen Hundeführer. Im Spiel bekommt der
Hund gezeigt, wonach er suchen muss. In der Regel wird ein Rohr aus Kunststoff
mit Drogen gefüllt und der Hund wird im Spiel das versteckte Rohr finden. Auch hier
wird die Übung spielerisch und mit Lob und Anerkennung ausgeführt. Der Hund
zeigt durch aktives Zeichen, also scharren oder durch passives Zeichen, sich an der
gefundenen Stelle niedersetzen, dass sich dort das gesuchte Teil befindet.
Polizeihunde werden ohne Zwang ausgebildet, denn eine spielerische Erziehung und
arbeiten mit dem angeborenen Suchtrieb des Hundes erzielen besser Ergebnisse,
als gezwungene Handlungen die für den Hund eine Qual sind.
Bildquelle: Swen Grundmann Pixelio
