Die Schleppeine - und was Sie darüber wissen sollten

Der verlängerte Arm Schleppleine

Eine Schleppleine wird i.d.R. als Mittel zur Verhaltenskorrektur eingesetzt. Zeichnet sich Ihr Hund durch einen ausgeprägten Jagdtrieb aus, den Sie noch nicht kontrollieren? Oder entfernt er sich auf der Suche nach Futter zu weit von Ihnen, ohne zurückzukommen, wenn Sie ihn rufen? Dann ist die Schleppleine das richtige Hilfsmittel, um dieses Verhalten sanft und zugleich diszipliniert zu korrigieren.
Die Schleppleine sollte im Idealfall natürlich bereits eingesetzt werden, bevor sich ausgeprägtes Fehlverhalten manifestiert. Viele Hundebesitzer zögern, die Schleppleine bereits in der Welpenerziehung einzusetzen - aber genau hier wäre sie richtig am Platz.
Je eher Sie die Schleppleine einsetzen, desto besser. Gewöhnen Sie Ihren Hund bereits früh an den Gebrauch der Hundeleine, besetzen Sie diese positiv. Denn heute herrscht fast überall Leinenpflicht für Hunde - Sie kommen also am Einsatz einer Leine nicht vorbei. Vermeiden Sie daher frühzeitig spätere Korrekturen, die meist für beide - Hund und Mensch - sehr kraftraubend sind.
Die Schleppleine ist die perfekte Lösung: Sie können Ihrem jungen Hund dank der großen Leinenlänge viel Auslauf ermöglichen und ihn lehren, dass Spiel und Spaß trotz Leine möglich sind. Er wird es Ihnen mit einem positiven, ja freudigen Verhalten danken, wenn Sie ihn anleinen oder an der Schleppleine führen.
Die fünf goldenen Regeln der Schleppleine

Das Gewicht der Schleppleine
Eine Schleppleine sollte besonders leicht sein, damit Ihr Hund sie nicht spürt. Er fühlt sich so frei und ungebunden, der Überraschungseffekt des verlängerten Armes ist daher umso größer und wirkungsvoller.
Die Länge der Schleppleine
Eine Schleppleine ist ca. 10m lang und sollte aus 5-15mm breitem Leder oder Nylon gefertigt sein, damit Sie sie gut greifen können.
Das Handling der Schleppleine
Die Schleppleine kann bei Gebrauch je nach Wetterlage schmutzig und nass werden. Lassen Sie sie trotzdem auf dem Boden schleifen, passen Sie Ihre Kleidung einfach der Schleppleine an. Rollen Sie die Schleppleine nicht über der Schulter oder den Händen zusammen, dies kann im Ernstfall zu bösen Verletzungen führen.
Der richtige Einsatz der Schleppleine
Benutzen Sie die Schleppleine zupfend, nicht heftig oder ruckartig. Wenn Ihr Hund trotz Kommandos nicht reagiert, dann versetzen Sie ihm möglichst zeitnah einen sanften Ruck mit der Schleppleine. Der Überraschungseffekt trägt dazu bei, dass dieses Zupfen über die Maßen von Ihrem Hund registriert wird.
Das passende Halsband zur Schleppleine
Beim Einsatz einer Schleppleine eignet sich besonders ein Brustgeschirr, um den Nacken Ihres Hundes im Ernstfall nicht zu verletzen. Vor allem bei jungen Hunden ist diese Kombination perfekt. Denkbar ist auch ein breites, sehr weiches Hundehalsband.
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