Cesar Millan - der Hundeflüsterer aus L.A.

Cesar Millan - sein Leben mit und für die Hunde

Hundeflüsterer Cesar Millan ist immer der Boss im Rudel

Cesar Millan ist ein gefeierter Star in den USA. Eine Art Hunde-Guru, sozusagen DER Hundeflüsterer schlechthin, dem Menschen wie Hunde folgen. Kaum ein hundebegeisterter Haushalt in den USA, in dem sein "Tsss", jener scharfe, punktuierte Laut, nicht versuchsweise zu hören ist, mit dem der Hundeflüsterer scheinbar spielend leicht Hunde kontrolliert und in ihre Schranken verweist.

 

Doch obwohl Cesar Millan sicher der bekannteste Hundeexperte in den USA ist, interessiert ihn persönlich dieser Glanz wenig. Die Hunde sind sein Leben, Starruhm und Glamour interessieren ihn nicht. Millan ist ein wirklich herausragender Fachmann für Hundepsychologie, Rehabilitation und Sozialisation von Problemhunden. Sein Dog Psychology Center, mitten im Industriegebiet von South Central Los Angeles, bietet rund 20 Hunden auf Zeit Asyl. Allesamt sog. Problemhunde, die ohne Millan keine Chance mehr bekommen hätten. Doch der Hundeflüsterer versteht die Tiere beinahe intuitiv und schuf so aus als aggressiv und unkontrollierbar geltenden Tieren ein Rudel, das er mit unnachgiebiger Disziplin und grenzenloser Zuneigung führt.

 

Landesweite Bekanntheit erlangte der Hundeflüsterer mit seiner beliebten Fernsehsendung "Dog Whisperer" (Hundeflüsterer). Mittlerweile betreut Millan auch viele Promi-Hundebesitzer und hat verschiedene Bücher zur Hundeerziehung veröffentlicht.

 

 

Cesar Millan - vom Obdachlosen zum gefragten Hundeflüsterer

Cesar Millan - seine Hundebegeisterung ist mehr als ansteckend

Doch woher kommt dieses enorme Wissen rund um Hundeerziehung und Hundepsychologie? Immer gepaart mit einer scheinbar einzigartigen Begabung und dem Instinkt für das richtige Verhalten?

 

Geboren wurde der Hundeflüsterer Cesar Millan in Culiacán, Mexiko. Er wuchs auf dem Bauernhof seines Großvaters auf und verbrachte nach eigenen Angaben schon als Kind seine Zeit lieber mit Hunden als spielend mit gleichaltrigen Kindern. Im Dorf nannten sie ihn daher schnell El Perrero, den Hundemeister. Mit 16 Jahren überquerte er auf abenteuerlichen Wegen die Grenze zu den USA und lebte dort zunächst in San Diego buchstäblich von der Hand in den Mund. Seinen ersten Job fand Millan in einem Hundesalon, in dem er schnell mit den schwierigsten Fällen betraut wurde. Sein eigenes Dog Psychology Center startete er zunächst in einem Chevi, seine Lebenshaltungskosten bestritt der Hundeflüsterer mit Gelegenheitsjobs und als Koordinator in einem Taxiunternehmen.

 

Sicher keine wohlbehütete und umsorgte Kindheit und Jugend, auch kein einfacher Weg vom Studium zum Beruf - Cesar Millan weiß, wie hart das Leben sein kann, und hat dieses Leben von klein auf mit den Hunden geteilt. Kombiniert mit seinem angeborenen Instinkt für Dominanz, seinem Selbstbewußtsein und Durchsetzungsvermögen, ist diese Kindheit und Jugend sicher prägend gewesen für den Hundeflüsterer und seinen großartigen Umgang mit Hunden.

 

Die Grundsätze des Hundeflüsterers Millan:

Bewegung -Diszipin - Zuneigung

Cesar Millan schwört auf Bewegung, Disziplin und Zuneigung als elementare Grundpfeiler im Umgang mit Hunden.  Auch die Reihenfolge dieser Grundpfeiler ist wichtig.


Grundsatz Nr. 1 - Bewegung

Mangelnde Bewegung bedeutet Frustration für den Hund. Ein langer, ausdauernder Spaziergang pro Tag ist für Hunde unverzichtbar. Sie müssen sich bewegen können und an ihre körperliche Grenze getrieben werden, viel erleben, flexibel reagieren, schnüffeln und nicht zuletzt den Darm entleeren. Außerdem schweißt die gemeinsame Bewegung, das gemeinsam Erlebte Hund und Mensch zusammen.

 

Grundsatz Nr. 2 - Disziplin

Hunde brauchen klare Regeln und Grenzen, damit sie sich sicher und ausgeglichen fühlen. Sie möchten ganz genau wissen, wo ihr Platz im Rudel ist, nur dann sind sie wirklich glücklich. Dies mag für viele Hundebesitzer sehr hierarisch, ja autoritär klingen, entspricht aber dem artgerechten Umgang mit Hunden. Disziplin darf niemals unkoordiniert, laut und inkonsequent daher kommen, damit der Hund nicht verunsichert wird. Ruhiges, klares und zugleich dominantes, ja selbstbewusstes Verhalten des Menschen ist gefordert.

 

Grundsatz Nr. 3 - Zuneigung

Ohne Zuneigung entsteht zwischen Mensch und Hund kein Vertrauensverhältnis. Disziplin muss immer gepaart mit Liebe und Nähe gelebt werden, weiß der Hundeflüsterer. Dabei ist natürlich der Zeitpunkt wichtig, an dem Zuneigung gezeigt wird. So zeigt sich Zuneigung z.B. in den richtigen Momenten des Lobs, aber auch durch die Vermittlung von Schutz und Sicherheit für den Hund.

 

 

Mehr Infos über Hundeflüsterer und Hundeerziehung: