Mit Hunden Fahrrad fahren
Mit Hunden am Fahrrad die Freiheit genießen
Sommer, Sonne, Urlaub - mit Ihrem Hund am Fahrrad erlebenGerade im Sommer bieten sich lange Fahrrad Touren an: Sonne, angenehme Temparturen und eine meist laue Brise locken die Menschen im Norden wie im Süden Deutschlands auf die Fahrräder und auf Erkundungstour. Hundebesitzer möchten diese Freude oft gerne mit ihrem Hund teilen, Sie wahrscheinlich auch: Mit Ihrem Hund am Fahrrad macht eine Fahrrad Tour gleich nochmal so viel Spaß!
Aber auch kleinere Fahrrad Touren mit Hund bieten sich an. Sie möchten mit dem Fahrrad noch schnell ein paar Besorgungen erledigen und Ihr Hund liebt es, neben ihrem Fahrrad herzulaufen? Vielleicht ziehen Sie ja auch eine Fahrrad Runde mit Hunden einem ausgiebigen Spaziergang vor? Ihr Hund benötigt Bewegung, so übrigens auch das Credo von Cesar Millan, dem Hundeflüsterer, das Fahrrad Fahren läßt Ihren Hund fit und sportlich bleiben oder werden.
Doch es gibt einige Einschränkungen und Regel, die Sie beim Fahrrad Fahren mit Hunden besser beachten sollten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten und fragen nach, ob Ihr Hund sich auch wirklich zum Fahrrad Fahren eignet.

Welche Hunde eignen sich überhaupt für Fahrrad Touren?
Dieser sportliche Schäferhund läuft sicher gerne am FahrradLängere Fahrrad Touren sollten nur mit Hunden unternommen werden, die ausgewachsen, trainiert und top gesund sind. Vor dem Start empfiehlt sich auf jeden Fall ein Gesundheitscheck beim Tierarzt Ihres Vertrauens. Beginnen Sie rechtzeitig vor der Fahrrad Tour mit dem Training und steigern Sie das tägliche Laufpensum langsam, aber kontinuierlich. So baut Ihr Hund Kraft und Fitness auf, um auch bei längeren Fahrrad Touren gut mithalten zu können. Über 25 Kilometer sollten Sie Ihrem Hund aber trotzdem täglich nicht zumuten, selbst wenn er selbst mehr fordert. Hunde überschätzen sich vor lauter Freude über die Bewegung am Fahrrad leicht.
Generell kann man sagen, dass sich schwere, große Hunde, wie z.B. Neufundländer, Bernhardiner oder Bernersennenhunde, wengier gut für längere Fahrrad Touren eignen, als Huskys, Dalmatiner oder auch Border Collies. Ihr Hund sollte über einen kräftigen, agilen und sportlichen Körperbau verfügen und keinerlei Probleme bei der Atmung haben. Boxer oder Bullterrier eigenen sich wegen ihrer eingeschränkten Atmung nicht für längere Fahrrad Touren. Ebensowenig kleine Hunde mit einer Höhe von unter 40cm. Möpse vereinen in sich alle Kriterien, die gegen Fahrrad Fahren mit Hunden sprechen.
Kürzere Touren am Fahrrad sind für Ihren Hund, ob groß oder klein, kein Problem, vorausgesetzt, er ist gesund, fit, trainiert und hat keinerlei Atemprobleme. Steigern Sie auch bei kleineren Touren von nur wenigen Kilometern das Tempo und die Länge langsam, überfordern Sie Ihren Hund nicht, um so freudiger können Sie und Ihr Hund das Fahrrad Fahren genießen.
Hunde am Fahrrad dürfen nicht überfordert werden
Erschöpft und vollkommen erledigt liegt dieser Hund direkt am Fahrrad
Die meisten Hunde genießen das Laufen neben dem Fahrrad und die schnelle Bewegung. Hunde und überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und Reserven dabei sehr leicht. Es liegt an Ihnen, das Tempo und die täglichen Kilometer zu bestimmen. Wir raten Ihnen dringend, Ihren Hund beim Fahrrad Fahren genau zu beobachten. Reagieren Sie sofort, wenn er Zeichen der Erschöpfung zeigt.
Wann sind Hunde am Fahrrad erschöpft?
- Ihr Hund hechelt stark, seine Zunge hängt weit aus dem Maul? Dann ist er an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angekommen.
- Ihr Hund setzt sich hin, sobald Sie zum Stehen kommen? Auch dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass Ihr Hund sehr erschöpft ist - machen Sie Schluß für diesen Tag.
- Ihr Hund fällt stark zurück und hat Mühe, mit Ihrem Fahrrad aufzuschließen? Auch dies zeigt, dass Ihr Hund für diesen Tag an seine Grenze gestoßen ist.
- In vielen Fällen können Sie Ihrem Hund im Gesicht ansehen, dass er überanstrengt ist. Wenn die Freude aus seinem Gesicht verschwunden ist, sollten sie dringend eine Pause machen, die Fahrt vielleicht sogar für diesen Tag komplett beenden.
Da Hunde nicht so schwitzen können wie Menschen, sollten Sie Hunden und Fahrrad unbedingt regelmäßige Pausen gönnen. Geben Sie Ihrem Hund immer ausreichend zu trinken, wenn er möchte, gerne auch eine Kleinigkeit zu essen.
Bei längeren Fahrrad Touren empfiehlt es sich, bereits vorab Flüsse und Seen in den Streckenverlauf einzuplanen. Selbst wenn Ihr Hund keine Wasserratte ist, wird er die Gelegenheit nutzen, um über Nase und Pfoten kühles Wasser aufzunehmen und sich abzukühlen.
Hunde am Fahrrad - worauf Sie beim Fahren achten sollten

Hundeleine am Fahrrad
Nehmen Sie eine Hundeleine mit, damit Sie Ihren Hund am Fahrrad ggf. anleinen können. Auf viel befahrenen Hauptstraßen könnte dies z.B. notwendig werden. Außerdem herrscht in vielen städtischen Bereichen Leinenpflicht für Hunde. Es gibt spezielle Fahrradleinen; gut eignen sich aber auch einfach lange Hundeleinen bis zu 100cm.
Wie Hunde am Fahrrad laufen sollten
Ihr Hund sollte am Fahrrad möglichst auf Wadenhöhe, d.h. kontinuierlich auf gleicher Höhe laufen. Nicht schneller, aber auch nicht langsamer als Sie. Und am besten frei neben Ihnen, ohne Leine. Trainieren Sie dies jedoch zunächst mit einer Hundeleine: Bleiben Sie sofort stehen, wenn Ihr Hund an der Leine zieht, d.h. zu schnell läuft. Verfolgen Sie diese Taktik konsequent, dann merkt Ihr Hund schnell, dass er langsamer am Fahrrad laufen muss.
Welche Rolle der Untergrund für Hunde am Fahrrad spielt
Wie bei Langstreckenläufern, so ist auch für Hunde am Fahrrad der Untergrund entscheidend für langfristige Gesundheit und einen stabilen, gesunden Knochenbau. Weiche Böden und Wiesen eignen sich besonders gut, jagen Sie Ihren Hund nicht nur über harten, heißen Asphalt.
Tempo und Dauer des Fahrrad Fahrens mit Hunden
Hunde lieben die schnelle Bewegung am Fahrrad und überschätzen sich dabei sehr schnell selbst. Beobachten Sie Ihren Hund am Fahrrad daher genau und reagieren Sie auf seine Erschöpfungsanzeichen. Fahren Sie außerdem nicht zu schnell, sondern langsam und gleichmäßig: Ihr Hund sollte im sog. Wolfstrab freudig neben dem Fahrrad herlaufen.
Hunde am Fahrrad - zur Enstpannung mit Anhänger oder Körbchen?
Hund am Fahrrad, gerne auch im FahrradkorbBei größeren Fahrrad Touren sollten Sie überlegen, ob Sie Ihrem Hund nicht auch Ruhe und Entspannung während der Fahrt gönnen sollten. Für größere Hunde eignen sich spezielle Fahrradanhänger für Hunde, bei kleineren Hunden werden gerne Fahrradkörbe verwendet. In beiden Transportmitteln sollten Sie Ihren Hund zur Sicherheit aber unbedingt anschnallen, spezielle Hundeleinen sind im Tierfachhandel erhältlich.
Fahrradanhänger und Fahrradkörbchen sind ideal, um Ihrem Hund Erholung vom Lauf am Fahrrad zu gönnen, gleichzeitig aber selbst weiter radeln zu können. Wenn Sie Ihren Hund früh an Fahrradanhänger oder Körbchen gewöhnen, werden Sie sehen, dass Ihr Hund dieses Transportmittel sogar regelrecht liebt gewinnen wird. Beginnen Sie ruhig in der Welpenerziehung damit, Ihren Hund immer mal wieder in Anhänger oder Körbchen zu setzen und Ihr Fahrrad langsam zu schieben. So gewöhnt sich Ihr Hund am besten an die ungewohnte Situation und lernt Ihnen und dem Transportmittel zu vertrauen.

