Der Reitbegleithund

Warum die Ausbildung zum Reitbegleithund so wichtig ist

Spiel oder Trieb? Ist dieser Hund schon Reitbegleithund?

In der Natur ist das harmonische Zusammenleben von Hund und Pferd eigentlich nicht der Normalfall. Ein Pferd reagiert instinktiv ganz anders als ein Hund, beide sprechen buchstäblich nicht dieselbe Sprache. Damit Sie gemeinsame Ausritte in vollen Zügen genießen können und beide Tiere auf ihre Kosten kommen, empfiehlt es sich, ihren Hund zum Reitbegleithund auszubilden.

 

Wie immer in der Hundeausbildung ist auch bei der Erziehung zum Reitbegleithund der Mensch die Schlüsselfigur. Nur wenn es dem Hundeführer als Reiter gelingt, beide Tiere aneinander zu gewöhnen, gelingt der ungleiche Spagat und die gemeinsame Freude und Begeisterung stellt sich ein. In der Ausbildung zum Reitbegleithund gilt es, Vertrauen zwischen Hund, Pferd und Mensch zu schaffen und dabei klare Regeln und Kommandos aufzustellen.

 

 

Die Ausbildung zum Reitbegleithund

Bevor Sie Ihren Hund zum Reitbegleithund erziehen, sollten Sie zuerst beide Tiere getrennt voneinander ausbilden und eine möglichst enge Bindung zu Ihnen herstellen. Eignen Sie sich das wichtigste Wissen zur Hundesprache bzw. Körpersprache des Pferdes an, damit sie die unterschiedlichen Signale auch richtig deuten und kommunizieren können. Grundlegendes Wissen rund um Hundepsychologie ist ebenfalls von großem Vorteil für die Ausbildung zum Reitbegleithund. Erst danach sollten Sie beide Tiere langsam aneinander gewöhnen. Handeln Sie stets kontrolliert, ruhig, konsequent und mit Bedacht - so sichern Sie sich die Aufmerksamkeit beider Tiere. Interessanterweise können Hunde die Körpersprache von Pferden zwar nicht deuten, doch lernen sie von Ihnen, dem Vermittler und Führer Mensch, die Zeichen richtig zu deuten. Arbeiten Sie mit viel Geduld, Liebe und Lob - Ihre Tiere werden Ihnen es mit Freude danken.

 

Um gefährliche Situationen in Ortschaften und Natur zu meistern, sollten Sie Ihren Reitbegleithund unbedingt zur Leinenführigkeit am Pferd ausbilden. Testen Sie dabei die richtige Hundeleine. Arbeiten Sie mit beiden Tieren zunächst in sicherem Terrain, erst wenn das Dreierteam sich wirklich formiert und bewiesen hat und die Trainingseinheiten sitzen, sollten Sie sich ins freie Gelände bewegen.

 

 

Welcher Hund eignet sich zum Reitbegleithund?

Generell gelten sportliche, lauffreudige Hunde mit großem Bewegungsdrang und Freude an der gemeinsamen Bewegung als ideale Reitbegleithunde. Kleinere oder größere Hunde, die sich gerne langsamer bewegen, in Ruhe schnüffeln oder generell weniger Auslauf benötigen, sollten lieber nicht durch das Laufen neben dem Pferd überfordert werden. Auch Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb eignen sich weniger zum Reitbegleithund, da Sie als Hundeführer sich zu intensiv mit Ihnen beschäftigen müssen, um ihre Aufmerksamkeit zu binden.

 

Außerdem empfehlen wir dringend, Ihren Hund nicht zu früh zum Reitbegleithund auszubilden. Genau wie das Laufen neben dem Fahrrad beansprucht das Laufen neben dem Pferd die Gelenke des Hundes. Ihr Hund sollte auf jeden Fall komplett ausgewachsen und natürlich gesund sein, bevor Sie mit der Ausbildung zum Reitbegleithund beginnen.

 

 

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